Wenn es mal nicht so läuft …

Ich habe mir seit meinem letzten Blogeintrag doch etwas Zeit gelassen. Ich gebe es zu, es hätte zwar wirklich viele tolle Dinge zu schreiben gegeben (einige Reisen, oder auch tolle Läufe, wie der Frauenlauf, X-Cross und vor allem Erzberg Dirtrun), aber irgendwie konnte ich mich nicht so aufraffen. Und nach all diesen wirklich erfolgreichen Dingen, kam dann mit Ende Sommer plötzlich etwas für mich völlig Neues  – es lief nicht mehr und zwar gar nicht.

 

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Das wilde Partyleben war nicht schuld 😉

Gut es gibt Einige, die würden mein angeblich wildes Partyleben dafür als Ausrede hernehmen ;), was natürlich nicht der Wahrheit entspricht, denn ich habe schon trainiert, aber meine veränderte Lebenssituation hat nicht mehr meine üblichen Trainingszeiten zugelassen und Intervalle bei 40 Grad und praller Sonne sind alles andere als lustig. Also hab ich nicht mehr ganz so intensiv wie sonst im Sommer trainieren können.

 

Aber meine nächsten Laufbewerbe, allen voran mein nächster Halbmarathon,

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Die Treffen in Kärnten sind immer toll

kamen mit riesigen Schritten näher, nämlich der „Kärnten läuft Halbmarathon“. Und hier hatte ich letztes Jahr die Erste einer Reihe von Bestzeiten geschafft und somit wollte ich auch dieses Jahr  zumindest ganz gut abschneiden. Gut, Bestzeit war nicht wirklich möglich, aber ich hoffte doch auf eine ganz gute Zeit, zumindest unter 1:45 sollte ich schon bleiben können.  Also bin ich wieder ganz zuversichtlich nach Kärnten gefahren, mit dem kleinen Makel, dass ich die Tage davor schon etwas Magen/Darmprobleme hatte.  Immerhin mag ich diesen Bewerb hier wirklich gerne und mit Markus und Riccardo konnte ich auch wieder ein paar meiner Lauffreunde wiedersehen.  Der Halbmarathon war, im Gegensatz zu letzten Jahr, vermutlich um locker 15 Grad wärmer und tatsächlich mal trocken ;). Die ersten km liefen noch komplett auf Kurs, aber dann ging plötzlich nichts mehr und ich musste zurückschalten, um mit einer, für mich doch enttäuschenden, Zeit von 1:47:29 ins Ziel zu kommen.  Ich musste anerkennen, dass ohne gezielten Training für mich ab 10km einfach die Luft draußen war und ich nicht mehr wie sonst wieder zurückfinden konnte. Magenschmerzen haben es auch nicht unbedingt leichter gemacht, aber ich glaube auch ohne die wäre es recht schwer geworden.

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Der Business Run ging ganz gut, wenn auch schlechter wie letztes Jahr

Aber viel Zeit für Selbstmitleid blieb nicht, denn der nächste Lauf stand dann schließlich auch schon an – Wien Energie Businessrun – und auch hier kämpfte ich im Vorfeld mit Krankheiten und Trainingsrückstand. Hier wusste ich jedoch schon, dass ich langsam aber sicher von realistischen Zielen ausgehen sollte. Also setzte ich mir als Ziel diesmal zumindest eine 18er Zeit zu schaffen und ja das ging sogar ganz gut und das obwohl es dieses Jahr mit dem späteren Startblock doch um einiges schwieriger war und ich teilweise sogar immer wieder zum Stehen kam, weil kein Durchkommen möglich war. Also war ich hier mal gar nicht so unzufrieden und setzte alle meine Erwartungen in ein hoffentlich gutes Training für den Wachau Halbmarathon.

Aber ja, das Training lief einfach nicht. Immer wieder haben mich kleine Infekte zurückgeworfen und so wusste ich schon, dass auch dieser Halbmarathon sehr, sehr schwer werden würde.

Doch davor kam mein Vienna Night Run. Dieser Lauf ist schließlich jedes Jahr mein

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Gar nicht so unzufrieden nach dem Vienna Night Run

5km Bestzeit Lauf und  hat sowieso immer eine spezielle Bedeutung für mich, denn auch dieses Jahr durfte ich bei der Vorstellung der Vienna Night Run Laufshirts Shootings mitmachen, was mir immer eine besondere Freund und Ehre ist.  Und auch wenn es mir hier auch wieder vor dem Lauf nicht so gut ging, so hab ich mich doch mit Ines gemeinsam ins Auto gesetzt und hier auch wieder mein Bestes gegeben. Und hier offenbarte sich auch wieder, dass ich auf den kurzen Distanzen den Trainingsrückstand mit etwas Willen doch kompensieren konnte und war schlussendlich mit 22:28 von meiner Bestzeit gar nicht so weit weg. Der Tag war somit trotz allem sehr erfolgreich und ich gebe es zu, ich liebe diesen Lauf einfach und nicht zu starten hätte mir schon sehr weh getan und somit war ich wirklich froh, dass es gar nicht so schlecht ging. Denn auch wenn dieser Lauf ein unglaublich großes Starterfeld hat, so trifft man doch immer wieder eine Menge an bekannten Gesichtern und jeder ist einfach immer gut gelaunt und das macht diesen Lauf einfach aus.

 

Aber nur wenige Tage später sollte ich ja meinen nächsten Halbmarathon laufen, nämlich in der Wachau. Und hier hatte ich mich schon letztes Jahr ziemlich geplagt. Das sollte dieses Jahr auf gar keinen Fall so werden, aber das Wetter versprach doch ziemlich warm zu werden.

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Gemeinsam mit Andi in der Wachau .. es lief gar nicht

Also bin ich traditionell am Samstag, noch bei Regen, gemeinsam mit Martin nach Krems losgedüst, um am Sonntag dann meinen letzten Halbmarathon für das Jahr zu bestreiten (was ich zu dem Zeitpunkt  noch nicht wusste – Spoileralarm ;)). 100% fit war ich ja wieder nicht und ich habe lange gegrübelt, ob ich überhaupt starten sollte. Am Sonntag in der Früh hat mich Martin dann aber doch überzeugt, dass ich ja schließlich hergefahren war, um einen Halbmarathon zu laufen und somit habe ich mich fertig gemacht, um mich mit Andi (mein PB Feistritztallaufpartner) bei den Bussen nach Spitz zu treffen. Und wieder mal gingen auch hier die ersten Kilometer ganz gut, außer dass ich aufgrund der hohen Temperaturen doch oft trinken musste und ich diese Trinkstationen einfach immer noch nicht im Griff habe. Aber dann kam der Punkt, bei dem mein Kreislauf nicht mehr so mitspielen wollte und ich musste Tempo rausnehmen, was mir persönlich so leid tat, weil ich bis dahin doch zumindest auf 1:45 Kurs war. Aber ich war hier nicht bereit, so wie letztes Jahr, alles zu geben und über meine Verhältnisse zu laufen. Also kam ich mit sehr enttäuschenden 1:48:36 ins Ziel. Hier hat sich einfach wieder gezeigt, dass die längeren Distanzen momentan ein großes Problem für mich darstellten.

Kurz danach flammte aber doch wieder etwas Kampfgeist in mir auf und ich wollte einfach bis zu meinem letzten Halbmarathon im Feistritztal noch härter und intensiver trainieren. Dazu sollte es aber nicht mehr kommen, denn nach dem nächsten Infekt war ich mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung mal komplett außer Gefecht gesetzt.

Zum Glück kam hier Entwarnung, aber ich hatte trotzdem mit schneller Erschöpfung

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Endlich wieder im Training

und katastrophalen Pulswerten zu kämpfen. Also ist nun einmal alles auf Anfang gestellt. Für das Jahr wird einfach mal ohne Erwartungsdruck wieder versucht Kondition und Kraft so aufzubauen, dass ich dann nächstes Jahr meine nächsten Halbmarathon wieder mit Bestzeiten laufen kann. Bis dahin muss ich mich jetzt mal wirklich in Geduld üben und es nur nicht wieder übertreiben, das hat mich hoffentlich dieser ziemlich vermurkste September gelehrt.

Ich blicke dennoch auf wirklich, wirklich tolle Läufe zurück und vielleicht schaffe ich es endlich den einen oder anderen Blogeintrag noch fertigzustellen. So durfte ich dieses Jahr beim Frauenlauf im Eliteblock starten und kam mit 22:23 schon wirklich sehr nah an meine Bestzeit und das obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon etwas wettkampfmüde war. Und natürlich Erzberg gemeinsam mit Ines. Was für ein unbeschreiblicher und wirklich sehr fordernder Hindernislauf das doch war, den ich nächstes Jahr unbedingt nochmals laufen möchte.

Und jetzt wird weiter trainiert, aber mit Maß und Ziel 😉

 


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