Meine 5 km Läufe – Vienna Night Run und Crazy 5k

5 km Läufe – das ist eigentlich so ein bisschen meine Angstdistanz. Das klingt jetzt vielleicht etwas absurd, aber es gibt hier ganz einfache Gründe dafür – es ist zu kurz, um auf dieser Länge mal kurz das Tempo zu drosseln (ach das mache ich einfach so gerne) und es ist zu lang, um jetzt wirklich richtig zu sprinten (zumindest für mich). Keine andere Distanz bringt mich wirklich so an meine Grenzen und bei keiner anderen fällt es mir wirklich immer so schwer. Und jetzt hatte ich die letzte Woche gleich zwei dieser Läufe vor mir.

Nach dem Halbmarathon in der Wachau war ich leider etwas kränklich (davor ja eigentlich auch schon), aber die nächsten Läufe rückten immer näher und außerdem habe ich tatsächlich knapp vor dem Halbmarathon jemanden gefunden, der mich tatsächlich coachen möchte, nämlich Rico Keidel von Leidenschaft-ist-Talent.

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Letztes Intervalltraining + Steigerungen

Jetzt hatte er mit mir natürlich einen recht schweren Start, da ich auf der einen Seite noch vom Halbmarathon erschöpft war, die nächsten Läufe aber auch schon fixiert waren. Also ging es mal in erster Linie um Regeneration und Tapering vor den nächsten Läufen. Und natürlich bin ich so ein Training auch noch nicht so gewohnt. Vor allem Steigerungsläufe von 100m habe ich bis jetzt noch niemals in mein Training eingebaut. Inzwischen mache ich diese aber total gerne und bin hier schon sehr ehrgeizig hier auch mal auf eine Pace unter 3:00 min/km zu kommen. Aber noch ist es nicht so weit ;).  Und über das neue Training wird es sicherlich einen eigenen Blogeintrag dann noch geben – stay tuned.

Ja, und dann kam der Tag vor dem ersten 5 km Lauf – der Vienna Night Run. Mit IMG-20170925-WA0002diesem Lauf hatte ich noch eine Rechnung offen, da ich ihn letztes Jahr wegen Krankheit absagen musste. Und jetzt war ich auch dieses Jahr wieder verkühlt. Also irgendwie steht dieser Lauf unter keinem guten Stern bei mir. Aber ich wollte ihn trotzdem unbedingt laufen. Am Tag davor gab es für mich noch ein lockeres 30 min. Lauftraining, das ich gleich voller Vorfreude mit dem Vorjahres-Shirt absolviert habe. Das ging eigentlich ganz gut und ich hatte nicht das Gefühl, dass die Verkühlung sehr schlimm wäre.

Am Tag des Rennens war ich schon etwas aufgeregt, auch wenn ich hier doch schon einiges an Routine dazugewonnen habe. Leider habe ich jedoch schon den ganzen Tag gemerkt, dass ich wieder nicht so komplett fit bin. Weiters hatte ich mich für den falschen Startblock eingetragen, denn eigentlich war schon mein Ziel die Sub25min Marke zu knacken. Aber gut, auch beim Business Run hatte das „Slalom Laufen“ ganz gut funktioniert, also war ich trotzdem guter Dinge.

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Startblock B beim Night Run

Dann ging der Lauf tatsächlich los und die erste Überraschung war dann doch, dass die Zeitnehmungsmatten beim Start nicht irgendwie besonders gekennzeichnet waren. Hier hätte ich nochmals einen Startbogen oder so erwartet. Aber gut, ich kannte das ja und bin mal gleich ambitioniert nach vorne los. Klar, der erste Kilometer war sehr stark vom Überholen und zick-zack Laufen geprägt. Aber ich war das ja jetzt irgendwie schon gewohnt und habe mich dadurch auch nicht wirklich irritieren lassen. Ich war auch sehr froh, dass ich auf meiner Polar-Uhr pro Kilometer ein Signal bekam, sonst hätte ich niemals auch nur erahnen können, wo genau ich mich jetzt befand. Dadurch dass ich weitsichtig bin, war das Ablesen von meiner Uhr schon eine weitere Herausforderung. Ich habe mich hier auch eher auf die Pace konzentriert und konnte immerhin erkennen, dass es wohl etwas mit 4 sein musste ;).

Und dann ist es leider passiert, ich habe immer stärker gemerkt, dass mein Hals regelrecht zugeschwollen ist. Daher wurde der Lauf für mich eigentlich eher zur Qual und ich habe mich zeitweise fast kraftlos gefühlt. Aber ich wollte das so unbedingt, dass ich mich einfach durchgebissen habe. Der letzte Kilometer war wirklich wirklich schwer und ich war so glücklich, wie ich so langsam den Zielbogen erblickt hatte. Dann habe ich auch langsam zum Zielsprint angesetzt und dann plötzlich etwa 100m vor dem Zielbogen habe ich wieder die Zeitnehmungsmatten unter mir gespürt und einige Leute vor mir sind stehen geblieben. Ich war dann etwas irritiert und bin im ersten

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Geschafft und unter 25 min. geblieben

Moment auch stehen geblieben und habe kurz überlegt, was ich jetzt machen sollte. Wie dann jemand bei mir vorbei gelaufen ist, habe ich doch beschlossen noch bis ins Ziel weiterzulaufen und war dann total frustriert, weil ich jetzt nicht wirklich wusste, ob ich nicht doch zu früh gestoppt hatte. Laut meiner Uhr hätte ich mein Ziel erreicht, aber nicht, wenn die Zeitmessung doch beim Zielbogen wäre. Das hat mir dann wirklich irgendwie den Rest gegeben. Diese Freude, die man normalerweise hat, wenn man das Ziel erreicht, hatte ich damit nicht und dann begann ein langes Warten, bis endlich die offizielle Zeit da war – 23:40. Ich hatte es also tatsächlich geschafft und dann konnte ich doch langsam etwas an Freude empfinden. Es sollte aber eigentlich fast sogar noch paar Tage dauern, bis ich mich so richtig freuen konnte. Zuerst bin ich dann wirklich mal komplett krank geworden. Also war mal liegen und wieder regenerieren an der Reihe …

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Shirt und Startnummer für Crazy 5K Lauf

Viel Zeit hatte ich nicht, denn wenige Tage später sollte schon mein nächster 5km Lauf anstehen. Dieser jedoch als Hindernislauf mit 10 aufblasbaren Hindernissen – der Crazy 5K Run. Da dieser aber ohne Zeitnehmung stattfand, wollte ich diesen auch wirklich sehr locker angehen um nicht noch mehr krank zu werden. Meine Schwester hatte vor einiger Zeit eine ganze Gruppe organisiert, die diesen Lauf gemeinsam bestreiten würde. Leider hat sie sich knapp davor verletzt und konnte selbst nicht mitlaufen. Wir hatten hier mit 12:45 einen recht späten Startblock, aber da ich ja als absoluter Morgenmuffel bekannt bin, war mir das nur mehr als Recht.

Mit Start konnte ich mich natürlich anfangs nicht so wirklich bremsen und bin gleich wieder mit 4:15 losgestartet, dann hat mich aber irgendwo doch ein bisschen ein schlechtes Gewissen geplagt und ich habe mein Tempo etwas heruntergeschraubt, damit mein guter Freund Erich, der ebenfalls verkühlt und nicht ganz fit war, doch mitIMG-20171001-WA0001 mir mitlaufen konnte. Die ersten 2 1/2 km war es eine reine Laufstrecke über die Wiese, bis die ersten Hindernisse kamen. Ich persönlich habe die ersten für mich am anstrengendsten empfunden, aber wirklich schwierig waren sie nicht. Extrem lustig waren die vielen Rutschen und genau das war es auch, was diesen Lauf ausmachte – der absolute Spaßfaktor. Und ich war auch wirklich froh, dass Erich und ich als Team zusammengeblieben sind. So war es einfach viel lustiger und die Zeit ist wie im Flug vergangen.  Und so sind wir nach 32 min Hand in Hand ins Ziel gelaufen. Es war wirklich großartig und ich habe mich dann doch zumindest ein bisschen als Teamplayer erwiesen, auch wenn Erich nach dem Lauf meinte, dass er das nächste mal wieder mit meiner Schwester laufen wird (ich nehme es jetzt mal nicht ganz so persönlich ;)).

 

Jetzt habe ich mal zumindest etwas mehr als 3 Wochen Zeit, bis der nächste Lauf ansteht, dieser wird jedoch ein Halbmarathon sein – der Feistritztal Halbmarathon. Ich freue mich jetzt mal einfach nur auf richtiges Training und bin guter Dinge, dass auch dieser Lauf gut funktionieren wird.

Eure schlaflose Iris

 

 


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