Und immer wieder Portoroz

Unser Hausboot in Portoroz

Schon wieder ein ganzes Jahr ist seit meinem letzten und auch ersten Urlaub in Slowenien vergangen. Zu diesem Zeitpunkt war gerade das Ende des ersten Lockdowns und der Anfang des Öffnen für Reisen ins Ausland beschlossen worden. Da Kroatien damals ja noch als Risikogebiet angesehen wurde, war Slowenien ein unbekannter Plan B. Aber schon die ersten Minuten auf unserem Hausboot in Portoroz haben erahnen lassen, dass dieser Urlaub so viel großartiger werden würde, als wir es uns gedacht hatten und wir wollten wieder kommen, unbedingt.

Und auch dieses Jahr war es nicht ganz sicher, ob sich mit den Öffnungen ein Urlaub um diesen letzten Feiertag noch ausgehen würde und falls ja, welche Bedingungen für Ein- und Ausreise bestehen würden. Also eigentlich war es sogar komplizierter als das letzte Jahr. Nachdem sich die Lage jedoch von Tag zu Tag zum Positiven veränderte, wagten wir es und buchten wieder unser Hausboot in Portoroz.

Die wundervolle Promenade in Ljubljana

Die Vorfreude war groß und fast täglich beobachtete ich die Entwicklungen in Slowenien und so kam es, dass doch tatsächlich für uns Niederösterreicher die Einreise ohne Test möglich sein sollte. Ich wollte mir dann aber sicherheitshalber doch einen Test noch am Tag der Abreise mitnehmen, weil trotzdem auf den Seiten nicht ganz ersichtlich war ob man für Restaurants einen Test benötigen würde.


Bei traumhaften, sonnigen Wetter (ganz im Gegensatz zum Jahr davor) ging es also endlich Richtung Slowenien. Diesmal wollten wir Ljubljana, von dem wir ja auch total begeistert waren, schon bei der Hinreise einen zumindest kurzen Besuch abstatten. Somit hieß es wieder mal auf der wunderschönen Promenade entlang des Ljubljanica zu schlendern und dem einen oder anderen Lokal einen Besuch abzustatten. Ein sehr schöner Start in den Urlaub und es lag ja noch so viel vor uns.

Als wir endlich am Hausboot ankamen, wurde mir noch ein entscheidender Unterschied zum letzten Jahr bewussst, denn das schöne Wetter im Cabrio hatte mir doch tatsächlich meinen ersten Sonnenbrand beschert. Gut, daran konnte man jetzt nichts mehr ändern und ansonsten war alles wie immer. Wir hatten wieder genau unser Hausboot und es fühlte sich gleich wieder sehr vertraut an. Auch wenn diesmal leider ein passendes Herrenrad zu fehlen schien, machten wir einfach das Beste daraus und fuhren gleich mal ein bisschen dem Küstenweg entlang, um dann in „unserer“ Pizzeria noch einen schönen Abendausklang inklusive hausgemachten Schnaps zu erleben.

Den nächsten Tag wollten wir wieder in Piran verbringen. Und ja Piran, was soll ich sagen, diese Stadt ist einfach wirklich immer wieder sehenswert. Ich liebe den Flair, die engen Gassen, die Strandpromenaden und ja eigentlich alles. Diesmal haben wir es sogar zur ehemaligen Stadtmauer raufgeschafft, von wo man einen wirklich tollen Ausblick auf die Stadt hat. Ein Abstecher zur Kathedrale St. Georg war natürlich auch wieder Pflicht.


Zurück auf unserem Hausboot wurde einmal nur relaxed, geschwommen und Vorbereitungen für den nächsten Tag getroffen, wo es dann diesmal wieder dem Parenzana entlang per Rad gehen sollte, mit dem Unterschied dass wir diesmal Richtung Porec aufbrechen wollten. Der Parenzana ist ein Radweg entlang einer ehemaligen Bahnstrecke von Triest nach Porec und schon letztes Jahr haben wir nach Izola einen Teil davon befahren.

Bei traumhaften, sonnigen, aber auch sehr heißen Wetter machten wir uns schließlich auf, um diese neue Radstrecke zu erkunden. In Corona-Zeiten kamen ja noch die Unsicherheiten bezüglich Grenzübertritt hinzu und ich muss gestehen mit dem Rad an der Grenze anzustehen, war schon eine sehr witzige Erfahrung.


An der kroatischen Grenze ging es auch etwas strenger zu und so wurden Impf- bzw. Testnachweis schon kontrolliert. Aber alles ging gut und dann stand uns der kroatische Parenzana frei zur Verfügung, auch wenn wir anfangs schon etwas unsicher waren, wo es nun tatsächlich weitergehen würde ;). Aber der Weg war dann doch sehr gut beschrieben und nach einem kurzen Stück haben wir erstmal in einem kleinen Restaurant eine Pause eingelegt. Dort hat uns eine Kellnerin sogar eine Karte organisiert und wollte uns wohl die verschiedenen Möglichkeiten erklären. Wir haben zwar nicht so wirklich verstanden was sie uns alles erklären wollte, aber diese Hilfsbereitschaft war schon richtig rührend.

Dann ging es auch schon los, eigentlich permanent bergauf, die meiste Zeit über Stock und Stein und das bei immer größer werdenden Hitze, sodass wir knapp vor Groznjan beschlossen nicht mehr viel weiter zu fahren. In dem wirklich sehr malerischen Dorf angekommen, sind wir ein bisschen herumspaziert und haben uns schlussendlich einen Belohnungsradler mit besonderen Ausblick gegönnt.


Der Rückweg ging so viel schneller und einfacher (eh klar, wenn es plötzlich nur noch bergab geht), dass wir noch spontan beschlossen, zumindest einen Abstecher Richtung Meer auf kroatischer Seite zu machen. Kurz ins Meer gesprungen (natürlich ein Muss), sind wir dann auch schon recht erledigt Richtung Hausboot zurückgefahren. Unser Radausflug war zwar recht anstrengend, aber wirklich grandios und hat auf alle Fälle Lust auf mehr gemacht.

Unseren letzten Urlaubstag in Portoroz haben wir schließlich sehr gemütlich ausklingen lassen. Frühstück auf unserer Terrasse, schwimmen und einfach einmal nur ausspannen. Und abends ging es nach Izola, das wir ja schon letztes Jahr für uns entdeckt hatten. Auch diesmal war uns wieder recht schnell klar, dass genau diese kleinen, idylischen Orte wirklich ideal für uns sind. Die Bar am Platz der Kirche St. Marije Alietske ist auch wirklich sehr speziell und der Hugo wieder ausgezeichnet. Leider ist auch dieser Abend viel zu schnell vorbeigegangen und am nächsten Tag ging es bei Regen wieder ab nach Hause.


Und wieder ging dieser Urlaub viel zu schnell zu Ende und ich habe wieder einmal eine wundervolle, erlebnisreiche und schöne Zeit hier erlebt und das sicherlich nicht zum letzten mal.


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