Im Winter wird die Grundlage für neue Bestzeiten gelegt

Ja, dieser Winter- hier am Niederwechsel

Ich gebe es ja immer gerne zu, ich bin eindeutig #teamsummer und das eigentlich schon seit ich denken kann.

Es ist nicht so, dass ich jetzt im Winter permanent herumjammern würde (sage ich jetzt mal einfach ganz frech so, ich bin mir sicher die eine oder andere Freundin wird hier ein Veto einlegen), aber Sommer ist einfach Sommer.

Die Wärme, Sonne, schwimmen. draußen bis am Abend sitzen. Das ist einfach so schön und auch Sport fällt mir hier einfach immer leichter, weil es einfach länger hell ist und es schon etwas anderes ist bei 25 Grad und Sonne rauszugehen, wie bei -Minusgraden, Wind und Dunkelheit.

Aber für uns Sportler heißt es ja nicht nur, dass die Bikinifigur im Winter gemacht wird(gut das kann auch nie schaden), sondern dass vor allem die Grundlage für neue Bestzeiten im Winter gelegt wird. Und das hat schon seine Richtigkeit, weil ich das verpatzte Wintertraining immer besonders bei Frühjahrsläufen gespürt hatte, während dann der Herbst umso besser wurde.

Leider fehlt mir seit Corona extrem der Biss für mein, sonst so konsequentes, Lauftraining.

Sind es die fehlenden Laufbewerbe, ist es eine allgemeine Lustlosigkeit, ich kann es leider nicht so wirklich erklären. Aber es ist der Wurm drin, eindeutig.

Und das obwohl ich doch noch so viele Ziele hätte und gerade in diesem Jahr auch mit dem Hochwechseltrail endlich meinen ersten Traillauf in Angriff nehmen möchte (dazu aber noch später).

Intervalle, Tempotraining, einfach all diese Dinge die früher ganz selbstverständlich zu meinem Training gehört hatten (auch im Winter) fallen mir schwer. Die Motivation ist einfach weg und es fällt mir immer schwer das zuzugeben.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht trotzdem immer versuchen würde über dieses Formtief zu kommen. Also habe ich einfach verstärkt auf Ausdauertraining gesetzt, denn lange gemütliche Läufe im Schnee machen einfach wirklich viel Spaß.

Und bei meinem Ausdauertraining habe ich nicht nur lange Läufe bestritten, sondern natürlich auch wunderschöne Schneewanderungen unternommen und siehe da, ich habe plötzlich doch eine kleine Liebe zum Winter entwickelt.

Und dann habe ich mich noch an einem neuen Sport für mich versucht, nämlich dem Skitouren Gehen. Zu meiner Schande muss ich nämlich gestehen, dass ich das wirklich noch nie gemacht hatte und das obwohl ich ja eine sehr begeisterte Skifahrerin bin.

Aber ich wollte es einfach endlich einmal ausprobieren und für meine erste Tour hatte ich mir auch gleich das Stuhleck mit etwa 900hm ausgesucht. Weil einfach ist ja schließlich noch nie meines gewesen.

Aber was soll ich euch sagen, es hat mir wirklich total viel Spaß gemacht.

Aber Stuhleck war gerade für mich als Anfängerin, trotz der vielen Höhenmeter, doch eine sehr angenehme Strecke um mich an der Technik auszuprobieren und das Abfahren auf der Piste war dann natürlich auch nicht sonderlich schwer.

Ich hatte hier also eine tolle weitere Alternativsportart für mich gefunden, um den Winter gut zu überbrücken.

Meine nächsten zwei Skitouren hatten mich schließlich auf den Kampstein geführt. Das erste mal schon relativ spät und daher von den Simas Liften aus nur 2x die Piste rauf und runter.

Dann hatten wir jedoch auch wirklich die komplette Route bis zum Kampstein gewagt. Zu diesem Zeitpunkt war es vom Schnee doch schon recht schwierig und die Abfahrt auf einem schmalen Stück im Wald war dann auch schon relativ grenzwertig, wenn auch sehr sehr witzig. Allgemein war das von all meinen Skitouren die vermutlich Schönste.

Und zwar weil es war einfach sehr abwechslungsreich war, wir zum anderen ziemlich allein waren und die Abfahrt in der Dämmerung einfach auch etwas ganz Spezielles hatte. Aber eigentlich dachte ich zu diesem Zeitpunkt, dass es sicherlich meine letzte Skitour für die Saison gewesen sein müsste.

Aber oft kommt es anders und als man denkt. Ein plötzlicher weiterer Wintereinbruch hatte die Chance auf eine weitere Skitour doch noch einmal belebt.

Und da kam es mir gerade Recht, dass mich Hermann vom Hochwechseltrail gefragt hatte, ob ich nicht mit ihm gemeinsam eine weitere Skitour machen wollen würde. Und nicht nur irgendeine, sondern natürlich auf Spuren des Hochwechseltrails.

Gesagt getan und so hatten wir einen bitterkalten, lustigen, unglaublich anstrengenden und mir meine Anfängerkenntnisse gnadenlos aufzeigenden Tag gemeinsam auf Ski verbracht.

Ich habe hier noch wirklich viel zu lernen und zu entdecken und ich muss sagen, dass ich das erste mal wirklich traurig war, dass dieser Winter nun enden würde.

Aber alles hat natürlich ein Ende und so auch dieser Winter, der mir gezeigt hatte, dass man auch ohne Trainingsehrgeiz eine wunderschöne Zeit verbringen kann.

Und jetzt ist der Winter vorbei und was wird der Frühling wohl für mich bereit halten?

Zum einen hoffe ich, dass ich endlich wieder meine Laufmotivation finde und wieder intensiver trainieren kann, zum anderen werde ich natürlich auch weiterhin wandern und Spaß am Sport haben, denn das ist es was wirklich zählt.

In der Zwischenzeit versuche ich immer mehr Trailläufe in meinen Trainingsplan einzubauen, was eigentlich schon ganz gut funktioniert hat und auch sehr wichtig ist , denn wenn der Hochwechseltrail, wie geplant, im Juni stattfinden wird, dann bleibt da nicht mehr so viel Zeit für mich.

Und eines habe ich dann doch nicht ganz ablegen können, der Ehrgeiz mich hier nicht komplett zu blamieren, denn der ist zum Glück noch immer da.


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