Mein etwas missglückter Wettkampfstart in Laxenburg

Ja, jetzt habe ich doch meinen ersten Wettkampflauf im Jahr 2018 hinter mich gebracht und auch wie letztes Jahr war dieser mal wieder eher durchwachsen. Aber mein Start beim Schlossparkcup in Laxenburg stand allgemein unter keinem guten Stern. Schon beim dritten Lauf (der insgesamt vier Läufe) hätte ich meine 10km in Angriff nehmen sollen. Alles war schon vorbereitet und dann wurde mein kleiner Zwerg

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Mein Ersatztrainingslauf für Laxenburg

in der Nacht krank. Abgesehen davon dass ich natürlich nichts geschlafen hatte, wollte ich ihn auch nicht so lange alleine lassen, wenn es ihm nicht gut geht – also Absage.

Am Nachmittag bin ich schließlich die 10km doch gelaufen – nur für mich und es war richtig herrlich. Ich fühlte mich gut in Form und schon 2 Wochen später sollte der 4. Lauf stattfinden. Also meldete ich mich wieder an und trainierte darauf hin Aber natürlich ist es so, dass kleine Geschenke – sprich Bazillen und Viren – von den kleinen Zwergen nicht ausbleiben. Also merkte ich immer wieder, dass etwas nicht so 100% in Ordnung ist. Neben leichten Halsschmerzen merkte ich es auch deutlich an meinem Puls. Da hatte ich plötzlich Pulswerte, die jenseits von Gut und Böse waren ;). Sogar meine letzte Intervalleinheit musste ich schließlich abbrechen, weil es mir einfach nicht so 100% gut ging.

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Die letzten Intervalle wurden einfach ein Tempodauerlauf

Dazu kam, dass genau an diesem Wochenende mein Sohn seinen vierten Geburtstag feierte und neben dem besonders intensiven Arbeitstress in dieser Woche, die Vorbereitungen auch noch dazu kamen. Aber ich wollte das alles unbedingt unter einen Hut  und diesen ersten Wettkampf endlich hinter mich bringen. Die ersten sind immer die Schwersten, weil man trotzdem nicht so 100% weiß, wo man steht und ob man alles, was man sich so vornimmt, dann auch tatsächlich umsetzen kann.

Also packte ich Samstag Abend meine Sachen zusammen und bin für mich doch relativ früh schlafen gegangen. Aber in der

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Nacht ist es schon wieder los gegangen – Halsschmerzen und dazu hat sich auch ein leichter Schnupfen bemerkbar gemacht. Dieser Lauf stand wirklich unter keinem guten Stern. Ich habe kurz überlegt und dann beschlossen trotzdem zu fahren und zu schauen, ob es vielleicht wieder besser wird. Es war ja auch wirklich so traumhaftes Wetter – Sonnenschein und wundervolle Temperaturen. Gut, etwas weniger Wind hätte nicht geschadet, aber man kann auch nicht alles haben.

Das Gute bei diesen eher kleinen Läufen ist, dass alles viel gemütlicher und familiärer zugeht. Die Startnummernabholung ging ganz schnell und ich

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habe sogar noch etwas Zeit fürs aufwärmen gefunden. Aber die Halsweh sind leider geblieben. Ein großer Vorteil bei diesem Lauf war jedoch, dass die Länge der Strecke spontan beschlossen werden konnte – so standen 5, 10 oder 20km zur Auswahl. Das ist vielleicht psychologisch gesehen etwas schwierig, weil man eben weiß, dass man jederzeit aufhören könnte, aber in meinem Fall war es dann doch ein kleiner Rettungsanker. Ich beschloss also einfach einmal zu beobachten, wie es die ersten 1-2 km läuft und dann entweder nach 5 aufzuhören oder die ganzen 10km zu machen. 

Dann kam also der Start und ich habe versucht mich mit 4:50 in etwa einzuordnen. Das ging auch die ersten 2 km so halbwegs gut, aber dann bemerkte ich gleich mehrere Zustände – zum einen hatte ich regelrechte Bleibeine, dann fühlte ich, wie mich alles zu sehr anstrengte und dann kam eine völlig neue Erfahrung auch noch hinzu – es freute mich nicht und zwar kein bisschen.

cof

Irgendwie hatte ich noch niemals bei einem Wettkampf so ein Gefühl. Daher beschloss ich einfach mal etwas langsamer zu machen, aber auch dann wollte ich einfach nicht mehr. Also war schon klar, dass ich an diesem Tag nur die 5km machen würde. Kurzzeitig überlegte ich, ob ich noch etwas mehr angasen sollte, um zumindest die Pace noch irgendwie zu retten, aber ich wollte einfach nicht. Dafür konnte ich mich langsam etwas auf die Umgebung konzentrieren und die ist im Schlosspark Laxenburg einfach wirklich wunderschön. So bin ich mehr oder weniger gemütlich in 25:07 durchs Ziel gelaufen.

Danach war es mir einfach wirklich nur egal, ich war nicht mal besonders frustriert, ich war auch einfach nur froh, dass es vorbei ist und ich nicht das Gefühl hatte komplett tot zu sein. Also habe ich mich zusammengepackt und bin nach Hause gefahren. In meiner Altersklasse bin ich schlussendlich sogar 2. und bei den Frauen gesamt 4. geworden. IMG_2018-03-11_16-28-19

Zuhause kam doch etwas Enttäuschung dazu und kurzzeitig auch ein Gefühl des „Ich mag einfach nicht mehr – ich sollte das Laufen einfach aufgeben“ – aber dieser Zustand bleibt dann doch gottseidank nie sehr lang.

Inzwischen habe ich alles Negative abgehakt, ich denke dass einen letztlich auch Misserfolge weiterbringen. Nachdem ich seit diesem Tag krank im Bett liege, weiß ich auch, dass ich einfach schon viel zu angeschlagen war, um auch nur annähernd meine Leistung abrufen zu können. Es gibt andere Läufe und da wird es auch mal wieder besser laufen und inzwischen freue ich mich sogar wieder aufs Trainieren – aber zuerst

cof
Eingang in den Schlosspark

muss ich wirklich richtig gesund werden.

Positiv ist auch, dass ich diese Laufserie wirklich gelungen empfunden habe und falls sie nächstes Jahr wiederholt werden würde, ich doch gerne alle Läufe machen wollen würde. Also schauen wir mal was die Zukunft bringt. Als nächstes ist eigentlich schon der Vienna City Halbmarathon an der Reihe und ich habe mit mir selbst auch für diesen Lauf einen Pakt geschlossen – mir nämlich nicht mehr so viel Druck zu machen …

Eure schlaflose Iris (die hoffentlich bald wieder gesund ist)

 


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