Hitzeschlacht beim Wildsau Dirtrun im Burgenland

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Obligatorisches Vorher Foto 😉

Ja, ich gebe es gerne zu, langsam aber sicher finde ich immer mehr Gefallen an diesen Hindernisläufen und es ist ja auch einfach wirklich toll. Laufen ist wundervoll, aber auf die Dauer natürlich schon auch etwas eintönig, also ist so ein Hindernislauf eine perfekte Ergänzung, wo auch der Spaßfaktor sehr hoch geschrieben wird. Und wenn ich eines nach dem Winter gelernt habe ist, dass der Spaß an der Sache niemals verloren gehen darf. Also versuche ich diese Läufe immer wieder einzubauen, einfach um mich auch wieder neuen Herausforderungen zu stellen und spontan hab ich mich zu den 10km für den Wildsau Dirtrun im Burgenland Anfang August entschlossen.  Ein Begleiter war auch schnell gefunden und ich durfte diesmal mit Günter an den Start gehen.

Jetzt war natürlich das Training für den Lauf so knapp nach dem Urlaub noch nicht 20180804_103246unbedingt perfekt abgestimmt, aber nachdem ich ja wusste, dass er doch etwas leichter als der Spartan Race sein sollte, wollte ich es auch so wagen. Einzig die Wetterprognose hat mich dann doch etwas besorgt .. Hitzewelle, 35 Grad, Start um 12 Uhr mittags. Das hat sich sogar für mich etwas brutal angehört – und das sollte es auch werden.

Ich bin also bei strahlenden Sonnenschein am Vormittag ins Burgenland aufgebrochen .. genauer gesagt zum Steinbruch Wimpassing. Parkplatzzuweisung, Abholung der Startunterlagen hat gleich alles super funktioniert und ich konnte noch eine Weile mit Rafael und Günter die Zeit verbringen, bis Rafael schließlich zum Start für die 20km aufbrechen musste. Allgemein lernt man bei diesen Hindernisläufen ja immer eine Menge Leute kennen, die man meistens schon irgendwo mal gesehen hat und so habe ich diesmal auch Daniela, eine Freundin von Günter kennengelernt, die die 5km laufen sollte und auch meine Spartan Race Partnerin Petra dann schlussendlich im Ziel wiedergesehen. Da ist die Welt irgendwie wirklich noch immer klein und familiär.

Unser Start war also recht pünktlich um 12 Uhr und dann kamen auch gleich die ersten IMG-20180804-WA0045Hindernisse .. ins Wasser hinein und über Röhren wieder raus und runter klettern, sowie eine eine Seilkletterwand rauf und auf der anderen Seite wieder runter. Auch etwas zum hangeln gab es gleich am Anfang und hier zeigte sich dann doch, dass ich da noch eine sehr große Schwäche habe ;). Dann ging es schon vorerst bergab in die Schottergrube, wo auch einige Hindernisse aufgebaut waren, unter anderem eine Strickleiter entlang klettern, oder einen Sandsack eine Runde tragen. Dann ging es wieder recht viel bergauf über Stock und Stein und bei einigen Passagen auch wirklich so steil bergab, dass ich kurz auch etwas umknöchelte. Kurzer Schockmoment, geht es eh noch, aber nach ein paar kurzen Stichen im Knöchel ging es wieder. Günter hatte nicht ganz so viel Glück und hat sich gleich mal am Rücken etwas verletzt. Aber auch das ging zum Glück.

Den Wald habe ich als schönsten Teil in Erinnerung, da es hier zumindest etwas kühler war und auch die Hindernisse hier doch recht gut zu bewältigen waren. Recht schwierig habe ich in der ersten Runde das Hinaufklettern eines steilen Hangs mittels einem elastischen Band empfunden. Hier hatte ich beim ersten Versuch einfach noch nicht die richtige Technik heraus und hatte doch meine liebe Not, aber in der zweiten Runde ging es dafür umso besser.

Gatsch in Form eines Teichs durfte natürlich auch nicht fehlen und dann ging es langsam

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Motivation am Tiefpunkt Anfang der zweiten Runde

aber sicher Richtung Ende der ersten Runde. Und hier zeigte sich für mich immer wieder dasselbe Bild, ich bin wirklich kein Rundenläufer. Meine Motivation am Anfang der nächsten Runde war extrem im Keller, es hat mich wirklich nicht mehr gefreut und dann gingen die ersten Hindernisse auch doppelt schwer vom Gefühl her. Irgendwann habe ich mich meinem Schicksal ergeben und dann ging es wieder. Aber dieses „Problem“ hatte ich ja auch schon beim X-Cross Run.

Leider hatte Günter bei dem besonders steilen Hang bergab wieder Pech und hat einen spektakulären Sturz genau auf den Bauch hingelegt, sodass ich schon das Schlimmste befürchtet hatte. Aber zum Glück ist nichts Gröberes passiert und wir konnten den Lauf zu Ende bringen.

Endlich im Ziel haben wir zum einen Daniela wieder getroffen und uns gleich nochmals ein Bad im Wassertank gegönnt. So sind unsere Fotos dann gar nicht mehr so gatschig geworden ;), aber man kann schließlich nicht alles haben.

Nach den obligatorischen Fotos und der ersehnten Dusche habe ich mich schließlich dann wieder nach Hause aufgemacht. Ich habe die 10km überlebt und war doch von den Höhenmetern, die wir hier zurückgelegt hatten, einigermaßen überrascht. Es hat auf alle Fälle trotz der Unfälle und Hitze viel viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf meinen nächsten Wildsau Lauf im Oktober. Mal sehen was dieser für Überraschungen zu bieten hat.


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