
Eines der wenigen guten Dinge, die ich der Corona Krise damals abgewinnen konnte, war sicherlich, dass ich damals aus der Not heraus Portoroz für mich entdeckt hatte.
Dadurch, dass ja zu dem damaligen Zeitpunkt alle anderen Länder noch „verboten“ waren, kam die Idee auf doch nach Porotroz zu fahren.
Und ich hatte mich sofort in diesen Ort und vor allem in mein Hausboot verliebt. Es waren einfach zwei ganz besondere Urlaube für mich. Aber ja Zeiten und Dinge ändern sich und 2 Jahre später sollte ich nun wieder nach Portoroz fahren, aber nicht auf mein Hausboot sondern gemeinsam mit Evi und Julia in das Hotel Marko. Ein richtiger Mädelstrip also, den wir in dieser Formation sowieso noch nie gemacht hatten.
Die Idee für diesen
kleinen Kurzurlaub ist relativ spontan entstanden und ich wollte ja so gerne wieder in diesen süßen Ort im slowenischen Teil von Istrien fahren. Glücklicherweise konnten wir wirklichen einen Termin finden, wo wir drei Mädels alle wirklich Zeit hatten.
Sonntag früh ging es dann schließlich für uns los und schon die Serpentinen nach Portoroz haben sofort alte Erinnerungen hoch gebracht. Aber ich freute mich einfach
endlich wieder hier zu sein.
Wir hatten das Hotel Marko gebucht, welches wirklich toll gelegen war. Dieses war zwar schon sehr zentral aber doch auch schon im ruhigeren Bereich von Portoroz.


Das Hotel selbst war auch wirklich total schön mit dem großartigen Garten und der tollen Aussicht von unserem Zimmer aufs Meer.
Nachdem wir unser Gepäck mal verstaut hatten sind wir auch schon die schöne Strandpromenade entlang spaziert, um uns einen kleinen Überblick zu verschaffen. Ich liebe an Portoroz ja besonders, dass man hier auch in der Hauptsaison seine Ruheplätze finden kann und man aber auch genügend Action haben kann, wenn einem danach ist.
Wir haben relativ bald den Meduza Strand für uns entdeckt, weil dieser doch etwas ruhiger war und auch praktischerweise direkt vor unserem Hotel gelegen war.




So haben wir den ersten Tag hauptsächlich mit relaxen und dem einen oder anderen Aperol spritz in den Bars verbracht. Aber natürlich wurden auch schon eifrig Pläne für die nächsten Tage geschmiedet.
Nach unserem ersten witzigen Abendessen, sollten wir dann schlussendlich in der Alaya Bar landen (welche in der Folge quasi unser Stamm Abendlokal wurde), wo gerade ein Salsa Abend veranstalte wurde.
Während wir also die großartigen Tänzer mit unseren Rosato Spritzer (wurde auch quasi unser Lieblingsgetränk hier) bewunderten, haben wir eine österreichische Jungs Gruppe kennenlernen dürfen. Und somit durfte ich nach langem Zögern (typisch ich) doch auch das erste mal seit zig Jahren Salsa tanzen. Es war wirklich ein total witziger Abend und ein toller Start in unseren Urlaub.







Als am nächsten Tag um 7:15 der Wecker läutete, waren wir alle nicht so unbedingt fit, aber meine Devise lautet ja immer, wer feiern kann, der kann auch laufen.
Also haben wir uns in unsere Laufschuhe geschmissen und sind die Strandpromenade entlang gelaufen. Viel später hätten wir auch wirklich nicht mehr weglaufen dürfen, weil es doch schon ziemlich heiß wurde.
Ich habe den Mädels die Hausboote gezeigt und bin dann allein noch ein Stückchen weiter.
Nach 8km hat es aber auch mir schlussendlich gereicht und dann war mal ein herrliches Frühstück im Garten angesagt.
Danach sind wir nach Piran marschiert und zu Fuss war das doch ein ganz schönes Stück zu gehen, denn sonst bin ich diese Strecke doch immer mit dem Rad gefahren.




Nachdem wir bei brütender Hitze endlich in Piran angekommen sind, haben wir uns dann mal gleich einen Eiskaffee gegönnt und haben beschlossen dass wir zurück mit diesem ominösen Gratisbus (Julia hatte darüber was in einem Folder gelesen) fahren würden.
Über Piran hab ich in meinen früheren Beiträgen eh schon genug geschrieben und viel mehr Neues gibt es hier auch nicht. Ich liebe diesen Ort ebenfalls, da er einfach dieses typische Altstadtflair besitzt und einfach total malerisch ist.
Wie wir dann endlich in unseren „Gratisbus“ einstiegen, war die Überraschung groß, dass dieser
nur etwa 50m bis zum nächsten Parkplatz fuhr. Aber immerhin wird uns dieser Bus sicherlich ewig in Erinnerung bleiben. Und so mussten wir doch mit einem öffentlichen Bus nach Portoroz zurück
fahren.






Nachmittags haben wir dann wieder auf unserem Strand relaxed und beschlossen, dass wir wieder bei unserem netten Grillrestaurant zu Abend essen würden.
Dort gab es dann auch gleich eine super nette Überraschung, denn unser Tisch war schon total liebevoll mit Blumen für uns Schwedinnen (der Besitzer dachte anfangs nämlich wir wären Schwedinnen und somit waren Helga, Frida und Greta immer seine Spitznamen für uns) gedeckt.
Abends war dann wieder die Alaya Bar angesagt, wo unsere neuen Freunde schon auf uns warteten und mit vielen Getränken und einer Shisha ging auch der nächste großartige Urlaubstag zu Ende.





Unser nächster Tag sollte ganz im Zeichen einer Radtour stehen. Schon bei meinen letzten beiden Urlauben hier bin ich zwei Teilstücke des Parenzana Radwegs abgefahren.
Und auch diesmal wollten wir den Weg Richtung Izola einschlagen und schauen ob wir nicht doch noch ein Stück weiterkommen würden.
Gesagt getan, Räder wurden ausgeborgt und ich hab mir die Route zur besseren Orientierung für meine Garmin Uhr runtergeladen.
Den Weg nach Izola mochte ich immer besonders gerne, weil er einfach so abwechslungsreich ist, es geht durch schöne kühlende Tunnel, bei Weinbergen vorbei und natürlich der Küste entlang.
Ganz ohne Verfahren geht bei mir natürlich nicht, aber ich habe hier ja auch immer die Devise, wer keinen Orientierungssinn besitzt, sieht einfach viel mehr von der Welt.






Aber ganz so schlimm war es dann zum Glück nicht, da der Weg eh sehr gut angezeichnet war.
Nach einem kleinen Stopp in Izola, sind wir dann noch weiter nach Koper gefahren. Der Weg dorthin war immer der Küste entlang und somit auch wirklich schön.
Dort angekommen, haben wir aber dann
doch beschlossen, dass wir aufgrund der hohen Temperaturen nicht noch weiter fahren würden.
Der Rückweg ging dann auch wirklich super schnell, sodass wir bei den Fitnessparcours auf der Strecke zwischen Izola und Portoroz auch noch kurz stehen geblieben sind. Diese Radtouren machen auch wirklich immer Lust auf mehr und irgendwann werde ich die
ganze Strecke von Triest nach Porec abfahren.






Unseren letzten Abend haben wir dann ausnahmsweise ganz gemütlich ausklingen lassen. Zuerst haben wir bei uns in unserem Hotel Abend gegessen und nach unserem obligatorischen Spaziergang die Strandpromenade entlang, haben wir noch ein paar Rosato Spritz getrunken und waren dann aber doch schon ziemlich erledgt.
Die Tage gemeinsam sind einfach viel zu schnell vergangen und schon waren wir wieder am packen und überlegen wie wir unseren letzten Tag in Portoroz noch verbringen wollen würden.
Klar war, dass wir zumindest einen Tag mal so wirklich ausschlafen wollen würden, da wir ausnahmsweise keine sportlichen Aktivitäten mehr geplant hatten.





Und das war auch schon wieder unser Mädelstrip nach Portoroz. Bevor es wieder nach Hause ging, haben wir noch ein paar Stunden am Strand und am Meer verbracht und dann mussten wir Auf Wiedersehen sagen. Und ein Wiedersehen wird es sicherlich mal wieder. Ich hoffe nur, dass es nicht wieder 2 Jahren dauern wird.

